Sortentipps für den Sojaanbau

Leguminosen sind wichtige Kulturen in Fruchtfolgen und wertvolle Eiweißfutterpflanzen. Die Sojabohne ist auch eine geschätzte Marktfrucht für Ackerbauern. Wir haben 3 Sortentipps von Die Saat für Sie.

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Der Anbau von Soja als Nahrungsquelle ist seit dem 2. Jahrtausend vor Christus in Nordostchina belegt. © Die Saat
Deutlich zugenommen hat der Sojaanbau während der letzten Jahre. Nicht zuletzt sind Projekte wie „Donau-Soja“ dafür verantwortlich. Die Produktion von gentechnikfreien Eiweißkomponenten in der Fütterung ist ebenso ein Ziel, wie die Auflockerung von engen Getreide-Mais-Fruchtfolgen. Dass Soja auch mit hohen Deckungsbeiträgen zu einem positiven Betriebserfolg beitragen kann, ist ein weiterer Vorteil dieser vielseitigen Kulturpflanze.

Einsatz im Greening

Seit einiger Zeit kann Soja auch im Greening eingesetzt werden. Dass hier im Greening und nur da der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln ab 2018 verboten ist, scheint den Anbau von Soja auf den ersten Blick unattraktiv zu machen. Soja ohne Pflanzenschutzmittel zu kultivieren, ist sicher eine Herausforderung. Dass es möglich ist, beweisen viele Hektar Bio-Soja, die schon seit längerem erfolgreich auf Österreichs Äckern wachsen.

Jene Landwirte, die sich dieser Herausforderung nicht stellen wollen, haben die Möglichkeit ihre Greening-Auflagen mit Bracheflächen auf ackerbaulich weniger wertvollen Feldstücken zu erfüllen. Damit kann Soja auf den freien Flächen angebaut und mit allen registrierten Mittel behandelt werden. Der positive Fruchtfolgeeffekt kann damit auch weiterhin betrieblich genutzt werden.

Soja, der Allrounder

Durch den Züchtungsfortschritt der letzten Jahre gibt es für alle Anbaulagen und alle Nutzungen die passende Sorte im Angebot von Die Saat. Das Sortiment beinhaltet sehr frühe Sorten für Grenzlagen des Sojaanbaus sowie Spezialitäten für eine direkte Verfütterung an Tiere. Mit den späten Sorten lassen sich Ertragspotenziale in Gunstlagen bestens umsetzen.

Früh dran mit Obélix

Im sehr frühen Sortiment hat sich schon zum Anbau 2017 die Sorte Obélix (000) sehr gut auf dem Markt etabliert. Wie keine andere Sojabohne ihrer Reifeklasse (Note 2) vereint Obélix Ertrag und Standfestigkeit. Diese Standfestigkeit sichert auch den Ertrag und die Qualität der sehr großen Bohnen von Obélix ab. Eigenschaften, die Obélix besonders für den Anbau in den Feucht- und Übergangslagen in Oberösterreich und im Alpenvorland interessant machen. Hinzu kommen bei Obélix noch die hervorragende Jugendentwicklung in diesen Lagen und das größte Korn aller eingetragenen Sorten in Österreich. Alle diese Eigenschaften machen Obélix nicht nur für den Landwirt hocheffektiv, sondern bringen durch die Kornqualität auch Vorteile in der Vermarktung.

Die proteinreiche Lenka

Die tolle Bohne im mittleren Reifebereich heißt Lenka (00). Lenka besticht gleich mit mehreren herausragenden Eigenschaften. Den Grundstein legt sie mit einer Bestnote in der Jugendentwicklung. Das schnelle Wachstum bewirkt eine ausgezeichnete Unkrautunterdrückung und verschafft ihr den nötigen Vorsprung.

Danach entwickeln sich auf der gut standfesten Pflanze viele Hülsen. In diesen Hülsen befinden sich sehr große Bohnen, die für das hohe Ertragspotenzial von Lenka mitverantwortlich sind. Wenn dann der Drusch erfolgt ist, zeigt sich ein weiterer großer Vorteil von Lenka, denn das Erntegut lässt sich sehr gut vermarkten.

Lenka hat einen gelben, hellen Nabel. Aus diesem Grund wird sie gerne von Verarbeitern angenommen, denn aus Bohnen der Sorte Lenka lassen sich hochqualitative Produkte herstellen. Überdurchschnittlich hoch ist auch der Proteingehalt von Lenka. Das ist nicht nur für die Lebensmittelherstellung interessant.

Lenka lässt sich auch sehr gut in der direkten Fütterung von Wiederkäuern (bevorzugt Milchkühe) einsetzen. Dadurch kann ein Teil der Proteinversorgung hofeigen gedeckt werden. Für die direkte Verfütterung an Kühe sollte eine geeignete Ration mit dem Fachberater für Tierfütterung berechnet werden.

Lenka ist damit nicht nur eine hochertragreiche, standfeste Sojasorte für alle Lagen. Lenka ist auch im Einsatz eine der vielseitigsten Sorten auf dem österreichischen Markt.

Ertragreich mit DH 4173

Für die späten Gunstlagen des Sojaanbaus in Österreich hat Die Saat die Sorte DH 4173 (0) im Angebot. DH 4173 macht ihre enormen Erträge ebenfalls über große Körner.

Diese Bohnen in Hülsen mit hohem Ansatz eigenen sich durch ihre helle Nabelfarbe auch besonders gut für die Vermarktung in der Lebensmittelverarbeitung. Bei der späten DH 4173 sollte auch eine geringere Saatstärke gewählt werden (ca. 3,5 Pkg/ha).

Weitere Infos

Für Informationen zum gesamten Sortiment, den Saatstärken oder speziellen Anforderungen in der Kulturführung von Soja gibt es auf bei Ihrem Die Saat-Berater.

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