Ackerbohne wird immer beliebter

Ackerbohnen sind im Biolandbau wertvolle Eiweißlieferanten in der Fütterung. Aufgrund ihrer Fruchtfolgewirkung sind sie aber auch auf konventionellen Betrieben eine gefragte Kultur.

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© RWA
In den letzten Jahren erfreuen sich Ackerbohnen in der österreichischen Landwirtschaft zunehmend großer Beliebtheit. Zum einen wird die Produktion von hofeigenem Eiweißfutter immer beliebter. Zum anderen leisten Ackerbohnen einen wirtschaftlich interessanten Beitrag – vor allem durch ihre Fruchtfolgewirkung. Insbesondere deshalb, da bei Ackerbohnen nicht so große Fruchtfolgeabstände eingehalten werden müssen wie beispielsweise bei Erbsen.

Zu beachten ist allerdings auch bei den Ackerbohnen ihre Verwendung in der Begrünung bzw. beim Zwischenfruchtanbau. Sollten Ackerbohnen intensiver in der Zwischenfrucht verwendet werden, so sind sie in der Hauptfrucht nur mehr bedingt einsetzbar.

Je bunter, desto besser

Wurden früher hauptsächlich weißblühende Sorten wie Gloria angebaut, so befinden sich heute fast ausschließlich buntblühende Sorten auf dem Markt. Buntblühende Sorten sind in der Praxis deutlich ertragreicher. Zwar ist der Tanningehalt bei den buntblühenden Sorten etwas höher, dennoch ist das bei einer vernünftigen Rationsberechnung zu vernachlässigen. Diesbezüglich sollte eine Absprache mit dem Futtermittelberater erfolgen. Gewiss überwiegen bei den buntblühenden Sorten die agronomischen Vorteile deutlich.

Powersorte Alexia

Eine der erfolgreichsten Sorten der letzten Jahre ist die Sorte Alexia. Sie bringt seit ihrer Einführung am österreichischen Markt regelmäßig die höchsten Erträge aller geprüften Sorten (lt. AGES). Da Ackerbohnen meist als betriebseigene Eiweißlieferanten kultiviert werden, spielen auch begleitende Sorteneigenschaften in den viehwirtschaftenden Lagen eine wesentliche Rolle.

So punktet Alexia mit sehr guter Jugendentwicklung und ausgezeichneter Unkrautunterdrückung. An den gesunden Pflanzen wachsen schöne, große Bohnen. Diese eignen sich mit einem hohen Eiweißgehalt ausgezeichnet zur Verfütterung. Alexia verfügt über sehr positive Toleranzen bei Blattkrankheiten.

Beim Anbau von Ackerbohnen sollte allerdings ein besonderes Augenmerk auf die Bekämpfung von Insekten gelegt werden. Speziell Blattläuse übertragen Viruserkrankungen. Diese Virosen haben besonders 2016 für erhebliche Ertragsausfälle gesorgt. Durch ihre hervorragenden Eigenschaften, gepaart mit dem Höchstertrag, erfreut sich Alexia nicht nur im Biolandbau noch immer zunehmender Beliebtheit bei den Landwirten.

Fragen Sie Ihren Fachberater

Haben Sie weitere Fragen zu Ackerbohnen? Dann wenden Sie sich an Ihren Fachberater im nächsten Lagerhaus oder an Die Saat.

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